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Teststrecke mit Oberleitungen für LKW gestartet

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In Hessen wird ein Autobahn-Teilstück mit Oberleitungen zur Teststrecke für Hybrid-Lkw ausgebaut. Die Laster sollen auf einer fünf Kilometer langen Strecke mit Strom aus erneuerbaren Energien angetrieben werden, teilte das Bundesumweltministerium (BMUB) am Montag mit.

Wiesbaden (afp) > Die Strecke soll Ende 2018 fertig gebaut sein und dann in einem mehrjährigen Feldversuch getestet werden. “Elektrisch betriebene Oberleitungs-Lkw sind eine besonders effiziente Lösung auf dem Weg zu einem klimaneutralen Güterverkehr”, erklärte Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth. Entsprechend ausgerüstete Lastwagen fahren auf der Strecke CO2-emissionsfrei. Auf Straßen, die nicht mit Oberleitungen ausgestattet sind, treibt ein Hybridmotor die Lastwagen an. Laut Hersteller Siemens verringert sich der Energieverbrauch um die Hälfte, auch die Luft werde deutlich weniger verschmutzt. Die Teststrecke soll auf der A5 zwischen den Anschlussstellen Langen/Mörfelden und Weiterstadt entstehen und ist laut BMUB einer der am stärksten befahrenen Autobahnabschnitte Deutschlands. “Unser Ziel ist es, die Technologie unter Alltagsbedingungen auf Herz und Nieren zu testen”, erklärte Flasbarth. Die Bundesregierung fördert das von Siemens umgesetzte Projekt mit 14,6 Millionen Euro. Neben der Strecke in Hessen soll die Technologie auch in Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein eingesetzt werden. Auch dort sollen bis Ende 2018 beziehungsweise Ende 2019 erste Hybrid-LKW rollen. Die Tests sollen voraussichtlich bis Ende 2021 dauern.