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Samsung wegen Verdachts auf Kinderarbeit angeklagt

iStock/KreangchaiRungfamai

Wegen Verdachts auf Kinderarbeit und Ausbeutung muss sich der Handy-Hersteller Samsung in Frankreich juristisch verantworten.

Paris (afp/csr-news) > Zwei Vereine reichten am Donnerstag Klage gegen den südkoreanischen Konzern ein. Sie werfen dem Hersteller unmenschliche Bedingungen in seinen chinesischen Fabriken sowie Verbrauchertäuschung vor. In der 40-seitigen Klageschrift heißt es, Samsung verstoße gegen seinen eigenen Verhaltenskodex. Bei den genannten Verstößen handle es sich um die Ausbeutung von Kindern unter 16 Jahren, überhöhte Arbeitszeiten, den Mangel an angemessener Ausrüstung sowie Arbeitsbedingungen und Unterkünfte, die mit der Menschenwürde nicht vereinbar seien. Darüber hinaus könnte der Einsatz von Benzol und Methanol in den Fabriken zu unheilbaren Krankheiten für mehrere Mitarbeiter geführt haben. Samsung wies die Vorwürfe zurück. Es gebe “null Toleranz” für Kinderarbeit. “Samsung achtet gewissenhaft die lokalen und internationalen Normen und Arbeitsvorschriften und verlangt das Gleiche von seinen Zulieferern”, erklärte der Konzern. Die Klage geht von der Anti-Korruptions-Organisation Sherpa aus und von der Hilfsorganisation Peuples solidaires (Solidarische Völker). Sie berufen sich auf Untersuchungen der Organisation China Labor Watch in den Jahren 2012 bis 2016. Eine erste Klage von Sherpa gegen Samsung war 2014 abgeschmettert worden.

 

 

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