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Menschenrechts-Risikoanalyse bei T-Systems Brasilien durchgeführt

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Im Jahr 2017 hat die Deutsche Telekom in ihrer Tochtergesellschaft T-Systems Brazil eine Menschenrechtsrisikoanalyse durchgeführt. Eines der Kernelemente unserer Bewertung war die Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von Interessengruppen und Rechteinhabern.

Hintergrund

Die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte erwarten von Unternehmen, dass sie fortlaufende und systematische Richtlinien und Verfahren einführen, um proaktiv nachteilige Auswirkungen auf die Menschenrechte zu identifizieren, zu verhindern, zu mildern und zu bekämpfen, an denen sie direkt oder durch ihre Geschäftsbeziehungen beteiligt sein könnten. Die Deutsche Telekom unterstützt diese Leitprinzipien uneingeschränkt und hat die Achtung der Menschenrechte in ihre Strategie und grundlegenden Richtlinien integriert: Insbesondere in die Leitprinzipien und den Kodex für Menschenrechte & Soziale Grundsätze. Darüber hinaus verfolgt die Deutsche Telekom das Ziel, die Umsetzung dieser Richtlinien in der Praxis über die gesamte Breite und Tiefe ihrer unternehmerischen Tätigkeiten und ihrer Lieferkette zu überwachen und sicherzustellen. Eine Möglichkeit, dies zu erreichen, sind tiefgreifende Menschenrechtsbewertungen in bestimmten Geschäftseinheiten, die durch eine risikobasierte Analyse ermittelt werden. Im Jahr 2017 haben wir unsere T-Systems Tochtergesellschaft in Brasilien besucht, um eine solche Bewertung durchzuführen.

Methodik

Die Bewertung wurde in folgende vier Phasen aufgeteilt:

Phase 1 — Aufbau und Vorbereitung

Phase 2 — Bewertung der menschenrechtlichen Auswirkungen

Phase 3 — Analyse und Nachbereitung

Phase 4 — Gemeinsame Umsetzung von Managementmaßnahmen

Schwerpunkte

  • Zu den wichtigsten menschenrechtlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen, die für den ICT-Sektor relevant sind, insbesondere für Brasilien und TS Brasilien, die in der Bewertung berücksichtigt und festgestellt wurden, gehören:
  • Arbeitsbedingungen der Arbeitnehmer einschließlich Arbeitszeit, Kompensation von Überstunden, Bereitstellung von Verträgen.
  • Gesundheit und Sicherheit wie das Vorhandensein und die Implementierung von stabilen Gesundheits- und Sicherheitsstandards und Managementsystemen. Sowie die Sicherheit der Mitarbeiter während der Fahrt zur und von der Arbeit.
  • Diskriminierung und Missbrauch / Belästigung wie z. B. Gleichstellung, gleiches Entgelt für gleiche Arbeit, Integration von Minderheiten in Belegschaft, Bereitstellung flexibler Arbeitsbedingungen, Chancen für Menschen mit Behinderungen.
  • Die Präsenz und Implementierung robuster Systeme zur Erkennung und Bewältigung von Risiken in Bezug auf Bestechung, Korruption und unethischen Unternehmenspraktiken, einschließlich angemessener Schulungsprogramme
  • Datenschutz, zum Beispiel Maßnahmen zum Schutz von Mitarbeiter- und Kundendaten vor Hacks, Viren und / oder illegalen Anfragen nach Informationen; Bereitstellung angemessener Schulungen darüber, wie Daten geschützt und genutzt werden; die Integration von Datenschutzaspekten in das Produkt- und Service-Design
  • Arbeitsbedingungen in der Lieferkette wie Zugang zu Beschwerdemechanismen, Arbeitszeiten, Entlohnung, Gesundheit und Sicherheit. Zu den bewerteten Lieferketten gehörten Güter wie Kabel und elektronische Geräte sowie Dienstleistungen wie Reinigung, Catering, Sicherheit und Einrichtungen.
  • Auswirkungen auf die Umwelt sowohl in der Lieferkette als auch durch eigene unternehmerische Tätigkeit, einschließlich derjenigen, die mit der Gewinnung und Verarbeitung von Rohstoffen für die Verwendung in Elektronikwaren, der Entsorgung von Elektronikschrott und der Verwendung von Dieselgeneratoren verbunden sind.

Ergebnisse und nächste Schritte

Die Bewertung ergab insgesamt positive Ergebnisse mit vielen bereits vorhandenen starken Systemen und Prozessen, einem engagierten und gewissenhaften Managementteam und einer weitgehend zufriedenen Belegschaft. Wir haben uns auf einen Aktionsplan geeinigt, um die identifizierten Verbesserungsmöglichkeiten voranzutreiben. Wir arbeiten zusammen an der Umsetzung der abschließenden Empfehlungen, die vor allem auf die Verbesserung der Kommunikation und Schulung in spezifischen Prozessen, eine engere Überwachung der Umweltauswirkungen innerhalb der TS Brasilien und eine engere Zusammenarbeit mit DT Unternehmen bei der Überwachung der Lieferkette abzielen. Darüber hinaus überprüft die Telekom die Erkenntnisse aus dem Prozess zur Gestaltung künftiger Menschenrechtsrisikoanalysen im Unternehmen.

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