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Effektivere Anti-Korruptions-Maßnahmen

Claudia Paulussen - Fotolia

Der norwegische Pensionsfonds, der größte Staatsfonds der Welt und gespeist aus den Öl-Einnahmen des Landes, hat die Unternehmen zum verstärkten Kampf gegen Korruption aufgerufen.

Oslo (afp) > Fondsverwalter Yngve Slyngstad erklärte am Dienstag, er erwarte von allen Firmen, an denen der Fonds beteiligt ist, “effektive Anti-Korruptions-Maßnahmen”. So sollten Unternehmen etwa Richtlinien für den Fall haben, dass ein Mitarbeiter vertraulich oder anonym Informationen weitergeben wolle. Der Fonds ist eine Billion Dollar (818 Milliarden Euro) schwer und hat in rund 9000 Firmen weltweit investiert. Dabei muss er Leitlinien beachten – so darf das Geld nicht in Unternehmen fließen, die Atomwaffen oder Tabakprodukte herstellen, die Menschenrechte verletzen, Kinderarbeit ausnutzen oder in Firmen, die mehr als 30 Prozent ihres Umsatzes mit Kohle machen. Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds kostet Korruption die Welt jährlich zwei Prozent ihres Reichtums und behindert eine faire Einkommensverteilung. Demnach fließen jedes Jahr bis zu zwei Billionen Dollar in die Bestechung von Entscheidungsträgern.

 

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