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Pädagoge: „Bildung als Schlüssel zur Nachhaltigkeit“

Schulleiter Volkhard Trust (Foto: Achim Halfmann/csr news)

Die „Initiative für evangelische Verantwortung in der Wirtschaft“ tagte in Bochum.

Bochum (csr-news) -“Ohne Menschenbildung keine Nachhaltigkeit.“ – Diese These vertrat der Leiter der Matthias-Claudius-Schule Bochum, Volkhard Trust, am heutigen Freitag in Bochum. Erfolgsversprechend sei ein Nachhaltigkeitsengagement, „wenn hinter Visionen und Konzepten eine Haltung steht, die überzeugend gelebt wird“, sagte Trust auf einer Tagung der „Initiative für evangelische Verantwortung in der Wirtschaft“. Bildung sei der Schlüssel zu einem „Bekenntnis zu Nachhaltigkeit, das tief in den eigenen Überzeugungen verwurzelt ist“ und das sich gegen Widerstände und das „süße Gift es schnellen Erfolges“ durchsetze.

Trust appellierte an die die Wirtschaftsvertreter, sich angesichts wegfallender Arbeitsplätze Gedanken über Beschäftigungsmöglichkeiten in der Zukunft zu machen. Dabei dürften Menschen mit Vermittlungshemmnissen nicht aus dem Blick geraten; eine Integration in den Arbeitsmarkt sei der Ausgrenzung in separate Systeme vorzuziehen, so der Schulleiter.

Transparenz geht in den Schmerz“

Für ein transparentes Nachhaltigkeitsmanagement im Kerngeschäft eines Unternehmens plädierte der Unternehmensberater Michael Klöfkorn (Isenhagen bei Hannover). Kritisch merkte der Klöfkorn an, in zahlreichen Unternehmen sei Nachhaltigkeitsengagement „ein auf der Managementebene verankertes Thema mit hoher Wichtigkeit, das aber parallel zum Tagesgeschäft läuft.“ Ein Merkmal nachhaltigen Unternehmertums sei Transparenz. „Wenn man Transparenz herstellen will, dann geht man in den Schmerz“, so der Unternehmensberater. Nachhaltigkeitstreiber in einem Unternehmen seien – neben verantwortlich denkenden Unternehmern und Managern – engagierte Mitarbeiter. Klöfkorn: „Es gibt in jedem Unternehmen Leute, die darauf Lust haben, und so kommt die Nachhaltigkeit ins Kerngeschäft.“

Initiativen-Vorsitzender David Hirsch (Foto: Achim Halfmann / csr news)

Ein Verein im Umbruch

Die „Initiative für evangelische Verantwortung in der Wirtschaft Mittel- und Osteuropas“ wurde 1995 gegründet, um Unternehmer in den Ländern des ehemaligen Ostblocks zu stärken. Dort seien inzwischen selbständige und kompetente Strukturen entstanden, „sodass wir jetzt mehr in Netzwerken denken“, sagte der Vereinsvorsitzende David Hirsch (Jena). Der Verein zähle bundesweit etwa 600 Mitglieder, so Hirsch weiter, vornehmlich mittelständische Unternehmer und Selbständige.

Gegen den Rückzug ins Private

Über die Frage „Ist Glaube nachhaltig?“ sprach die evangelische Theologin und Superintendentin Katrin Göckenjan (Recklinghausen). „Je näher die Welt zusammenrückt, umso stärker rücken uns die Missstände auf die Pelle.“ Göckenjan weiter: „Das Misstrauen, der Rückzug in die eigene Echokammer scheint der persönliche Mainstream zu werden.“ Christen könnten in dieser Situation als Vorbilder dienen, denn sie vertrauten auf einen Gott, „der Leben und Heil und Fülle im Sinn hat für alle – nicht nur für wenige“, so die Theologin.

Die evangelische Wirtschaftsinitiative im Internet:
www.initiative-wirtschaft.de

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