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Ökologische Waldnutzung könnte deutsche Klimabilanz verbessern

CCO

Eine ökologische Bewirtschaftung der Wälder in Deutschland könnte die Klimabilanz des Landes einer Untersuchung zufolge erheblich verbessern.

Berlin (afp) > Bis zu 48 Millionen Tonnen CO2 ließen sich auf diese Weise binden, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des Freiburger Öko-Instituts für die Umweltschutzorganisation Greenpeace. Dies würde vom Volumen her der Hälfte des jährlichen CO2-Ausstoßes aller Pkw hierzulande entsprechen. “Deutschland ignoriert das beträchtliche Potenzial seiner Wälder für den Klimaschutz”, erklärte Greenpeace-Waldexpertin Sandra Hieke. Sie kritisierte Bestrebungen, sogar “noch mehr Holz einschlagen zu lassen” als bisher.

Die Studie untersucht drei verschiedene Szenarien. In dem anspruchsvollen Szenario “Waldvision” würden sich bisherige “Industrieforste” innerhalb der kommenden hundert Jahre zu naturnahen Laubmischwäldern entwickeln. So ließe sich nicht nur der geschilderte CO2-Effekt erreichen, sondern auch “mehr Lebensraum für Tiere und Erholungsraum für Menschen” geschaffen. Im mittleren Szenario würde die bisherige Bewirtschaftung der Wälder fortgesetzt. Dadurch lassen sich pro Jahr etwa 17 Millionen Tonnen CO2 binden.

Bei einer noch intensiveren Bewirtschaftung, wie sie die Holzindustrie fordere, würden die Wälder dagegen ihre Klimaschutzfunktion zeitweilig ganz verlieren, heißt es in der Studie weiter. Die CO2-Minderung würde dann nur noch 1,4 Millionen Tonnen pro Jahr ausmachen. “Wird der Wald ökologischer und weniger intensiv bewirtschaftet, steigt sein Beitrag zum Klimaschutz, aber auch zum Naturschutz”, erklärte der Experte des Öko-Instituts für Waldökosysteme und Klimaschutz, Hannes Böttcher. Durch eine ökologische Bewirtschaftung lasse sich die Klimabilanz verbessern und zugleich auch eine effizientere Holznutzung erreichen. “Wir zeigen mit der ‘Waldvision’ Synergien auf”, hob Böttcher hervor.

Kommentar

  • Ideologie frisst Hirn!
    Der Artikel widerspricht den waldwachstumskundlichen Grundlagen. Haben da auch Fachleute mitgearbeitet? Hier wird mit vermeintlicher Autorität Stimmung gemacht. – Also nochmal in einfachen Worten: Mit der Nutzung wird der Wald aufgegeben und geht kaputt! Stimmt nicht? Dann fahren Sie mal in den Nationalpark Bayrischer Wald. Tote Bäume soweit das Auge reicht!

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