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Skeptisch gegenüber Grundeinkommen

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Personalverantwortliche sind skeptisch gegenüber einem bedingungslosen Grundeinkommen.

Frankfurt/Main (afp) > Lediglich 14 Prozent der Teilnehmer einer Umfrage glauben, dass die Vorteile des Grundeinkommens die Nachteile überwiegen, wie die Unternehmensberatung EY am Sonntag mitteilte. 42 Prozent der Befragten sehen demnach mehr Nachteile; weitere 42 Prozent denken, dass sich Vor- und Nachteile die Waage halten würden. An der telefonischen Umfrage nahmen zwischen Mitte Februar und Mitte März insgesamt 300 Führungskräfte teil. Sie sind entweder Inhaber, Geschäftsführer oder tragen in der Personalabteilung von Firmen mit mehr als 200 Mitarbeitern Verantwortung. 43 Prozent von ihnen haben sich nach eigenen Angaben bereits intensiver mit dem Konzept eines bedingungslosen Grundeinkommens befasst. Dieses sieht vor, dass jeder Bürger unabhängig seiner Leistung und Lebenssituation einen bestimmten Betrag vom Staat als Grundsicherung bekommt. Von den Befragten halten 67 Prozent ein bedingungsloses Grundeinkommen für betriebswirtschaftlich schädigend. Gut ein Drittel der Befragten (37 Prozent) geht davon aus, dass bei der eigenen Belegschaft die Motivation sinken würde. Lediglich fünf Prozent erwarten einen steigenden Einsatz.

Positive Aspekte des bedingungslosen Grundeinkommens sind nach Einschätzung von 62 Prozent der Befragten die Einsparung von Verwaltungskosten, wenn bisherige Sozialleistungen wegfallen. Und 45 Prozent gehen davon aus, dass Menschen mit einer Grundabsicherung eher bereit wären, kurzfristige Jobs anzunehmen und beruflich etwas zu wagen. Zugleich erwarten knapp drei Viertel der Befragten, dass künftig die Schere zwischen Arm und Reich weiter auseinander gehen wird. Das liege daran, dass nicht alle Arbeitnehmer gleichermaßen vom digitalen Wandel wie etwa dem Einsatz von Robotern oder künstlicher Intelligenz profitieren würden. In 17 Prozent der befragten Firmen wurden bereits Arbeitsplätze abgebaut, weil neue Technologien den Job übernommen haben – besonders stark im Finanzsektor. Ein Drittel der Befragten glaubt, dass in ihrem Unternehmen deshalb künftig Jobs wegfallen werden. Nur neun Prozent gaben an, dass durch die Digitalisierung neue Arbeitsplätze entstehen.

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