Agenturmeldung Nachrichten

Menge an Abfall in Deutschland steigt

CC

In Deutschland fällt mehr Abfall an – es wird aber auch mehr Müll recycelt.

Wiesbaden (afp) > Wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte, betrug das Abfallaufkommen im Jahr 2016 nach vorläufigen Zahlen 411,5 Millionen Tonnen, das waren 9,3 Millionen Tonnen mehr als im Jahr zuvor. Auf den Deponien oder in den Verbrennungsanlagen landet davon aber nur ein kleiner Teil, denn die Verwertungsquote beträgt den Statistikern zufolge inzwischen mehr als 80 Prozent. Mehr als die Hälfte des gesamten Abfallaufkommens machen mit 54 Prozent Bau- und Abbruchabfälle aus, sie nahmen im Vorjahresvergleich um 6,6 Prozent oder 13,8 Millionen Tonnen zu. Die Menge an Siedlungsabfällen – zu denen Haushalts- und Verpackungsabfälle zählen – stieg gegenüber 2015 leicht von 51,6 auf 52,1 Millionen Tonnen an.

Einen deutlichen Rückgang gab es bei den sogenannten übrigen Abfällen – insbesondere aus Produktion und Gewerbe. Hier sank die Menge um 5,7 Prozent auf 55,9 Millionen Tonnen. Der überwiegende Teils des gesamten Abfallaufkommens wurde nach Angaben des Bundesamtes “stofflich oder energetisch  verwertet” – also recycelt oder zur Energiegewinnung verbrannt. Insgesamt 332,1 Millionen Tonnen aller Abfälle wurden 2016 verwertet. Damit stieg die Quote auf 80,7 Prozent. Zehn Jahre zuvor hatte sie noch 74,3 Prozent betragen.

Den Großteil bei der Verwertung machte 2016 mit 287,6 Millionen Tonnen das Recycling aus. Rund 44,4 Millionen Tonnen Abfall wurden energetisch verwertet. Nur ein geringer Anteil des Abfalls wurde auf Deponien entsorgt – die Ablagerungsquote betrug 16,9 Prozent. Am geringsten ist diese Quote bei den Siedlungsabfällen mit 0,2 Prozent.

 

 

Hinterlassen Sie einen Kommentar