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Leitfaden für die Energiewirtschaft

CCO

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung und der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) haben den ersten Branchenleitfaden für Nachhaltigkeitsberichterstattung in der Energiewirtschaft veröffentlicht.

Berlin (csr-news) > Der Leitfaden beruht auf dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) und wurde gemeinsam mit Stadtwerken erarbeitet. Er soll Stadtwerke dazu anregen, sich systematisch mit der ökologischen, ökonomischen und sozialen Nachhaltigkeit ihres Unternehmens und der Energiewirtschaft zu beschäftigen. Der Leitfaden unterstützt sie dabei, strategische Veränderungen vorzunehmen, wesentliche Themen herausarbeiten, und diese dann in der Berichterstattung besonders zu berücksichtigen. VKU-Hauptgeschäftsführerin Katherina Reiche, die auch Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung ist: „Nachhaltiges Wirtschaften ist ein klarer Wettbewerbsvorteil. In immer mehr Ausschreibungen wird ein Nachweis über die sozialen und ökologischen Standards bei den Energieversorgern gefordert. Auch die kommunalen Aufsichtsgremien legen mehr Wert auf nachhaltiges Wirtschaften. Viele kommunale Energieversorger sind sich ihrer Verantwortung bewusst. Sie wirtschaften bereits seit Jahren nachhaltig. Mithilfe des neuen Leitfadens können sie ihr Engagement systematisch per Nachhaltigkeitsberichten erfassen und nach außen dokumentieren. So gewinnen sie ein überzeugendes Argument für ihre Kommunikation und stärken ihre Wettbewerbsfähigkeit.“

Prof. Günther Bachmann, Generalsekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung, freut sich über die große Resonanz, die der erste VKU-Leitfaden für die Abfallwirtschaft in der Branche insgesamt erzeugt hat. Mit dem neuen Leitfaden soll an diesen Erfolg angeknüpft und die Debatte vertieft werden: „Ich begrüße die Initiative des VKU und der Stadtwerke. Gemeinsam wollen wir Nachhaltigkeit zum Zukunftspass machen. Innovatives Denken und Handeln geht schon heute nicht mehr ohne Nachhaltigkeit und einen Bezug zu den universellen Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen.“ Das bedeute, dass die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Energiewirtschaft immer stärker zur Frage der Nachhaltigkeit wird. Ganz wichtig sei, jedoch, dies nicht zu verordnen, sondern auf die Kompetenz der einzelnen Unternehmen zu setzen und sie darin zu unterstützen, dass sie ihr jeweiliges Geschäftsmodell zukunftsfähig machen und darüber Auskunft geben.

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