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Branche muss Fehler aufarbeiten

Rainer Sturm / pixelio.de

Der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VdA), Bernhard Mattes, hat Verständnis für das Verhalten der Bundesregierung in der Diesel-Affäre geäußert.

Berlin (afp) > “Ich verstehe, dass der Bundesverkehrsminister Klarheit will”, sagte Mattes der “Süddeutschen Zeitung” (Montagausgabe) vor dem erneuten Gespräch von Daimler-Chef Dieter Zetsche im Bundesverkehrsministerium in Berlin. Dies sei auch im Interesse der Branche, die daher eng mit den Behörden zusammenarbeite. Zwar müssten die Hersteller “Fehler der Vergangenheit aufarbeiten”, sagte Mattes, er sei aber grundsätzlich gegen jede Art von Vorverurteilung.

Zetsche ist wegen des Vorwurfs von Abgasmanipulationen bei der Marke Mercedes am Montag erneut bei Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) einbestellt. Scheuer hatte dem Konzernchef bei einem ersten Treffen eine Frist von zwei Wochen eingeräumt, um den Vorwurf zu klären. Medienberichten zufolge könnten hunderttausende Fahrzeuge betroffen sein. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hatte am 23. Mai den Rückruf von weltweit rund 5000 Fahrzeugen des Mercedes-Vans Vito mit 1,6-Liter-Motor der Schadstoffklasse Euro 6 wegen unzulässiger Abschalteinrichtungen angeordnet. Untersucht wird derzeit, in wie vielen Fahrzeugen von Mercedes die Technik noch verbaut sein könnte.

 

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