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Flexiblere Arbeitszeiten dürfen nicht zu Ausbeutung führen

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Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will das Arbeitszeitgesetz begrenzt flexibilisieren.

Düsseldorf (afp) > Eine mögliche Neuregelung müsse aber “die Rechte von Arbeitnehmern wahren und für Arbeitgeber verbindlich sein”, sagte Heil der “Wirtschaftswoche” nach einem Bericht vom Sonntag. Darüber werde er mit den Sozialpartnern sprechen. Zugleich betonte Heil: “Wir dürfen nicht zulassen, dass Menschen ausgebeutet werden.” Das Arbeitszeitgesetz sei in Deutschland 1919 eingeführt worden und damit bald hundert Jahre alt. “Acht Stunden Arbeit, acht Stunden Freizeit, acht Stunden Schlaf – so ganz bekloppt finde ich die Idee immer noch nicht”, sagte der Arbeitsminister. Arbeitgeber befürworten eine Lockerung der gesetzlichen Arbeitszeitregelungen, vor allem wegen der zunehmenden Digitalisierung der Arbeitswelt. Der DGB warnt hingegen vor “Experimenten” beim Arbeitszeitgesetz. Die Vorschriften bieten aus Gewerkschaftssicht schon heute genug Flexibilität, auch für die digitale Wirtschaft.

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