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Verringerung des Rohstoffverbrauchs

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Vor Beginn des Rohstoffkongresses des Bundesverbandes der deutschen Industrie (BDI) am Dienstag haben Umwelt- und Entwicklungsorganisationen eine erhebliche Verringerung des deutschen Rohstoffverbrauchs gefordert.

Düsseldorf (afp) > Nötig sei eine “grundlegende Änderung unserer Konsum- und Produktionsmuster”, forderte Johanna Sydow von Germanwatch. “Statt einer Ausweitung des Bergbaus auf die Tiefsee oder den Weltraum müsste dies das beherrschende Thema des BDI-Rohstoffkongresses sein.” Bei dem Kongress, zu dem Vertreter aus Industrie, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft geladen sind, geht es unter anderem darum, wie vor dem Hintergrund der Energiewende die Rohstoffversorgung Deutschlands sichergestellt werden kann. Der BDI warnt zudem, dass es ohne High-Tech-Rohstoffe keine Zukunftstechnologien “Made in Germany” geben werde. Die Verfügbarkeit von Rohstoffen werde deshalb zu einer “zentralen Herausforderung für das Industrieland Deutschland”.

Die in Deutschland verwendeten Rohstoffe würden allerdings “in vielen Fällen unter verheerenden sozialen, menschenrechtlichen und ökologischen Bedingungen” abgebaut, kritisierte am Montag Klaus Schilder vom katholischen Hilfswerk Misereor, das mit 16 weiteren Organisationen im Arbeitskreis Rohstoffe zusammengeschlossen ist. In Deutschland ansässige Unternehmen müssten gesetzlich dazu verpflichtet werden, “Verantwortung für ihre Rohstofflieferketten zu übernehmen”. Germanwatch forderte, dass der Ressourcenverbrauch in Deutschland um mehr als zwei Drittel zurückgehen müsse, um ein “global gerechtes Maß zu erreichen”.

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