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100%ige Satellitenüberwachung im Palmölanbau

© nestle

Nestlé forciert Engagement gegen Waldrodung und kündigt eine 100%ige Satellitenüberwachung im Palmölanbau innerhalb ihrer Lieferketten an.

Vevey (csr-partner) > Nestlé hat heute ihren forcierten Plan angekündigt, um ihre Selbstverpflichtung zur Verhinderung von Entwaldungen in ihrer Lieferkette bis zum Jahr 2020 zu erreichen. Hierbei implementiert sie als erstes globales Lebensmittelunternehmen Starling, einen satellitengestützten Dienst, der die gesamte globale Palmöllieferkette überwacht. Starling wurde von Airbus und The Forest Trust (TFT) als globales Verifizierungssystem entwickelt, welches belegen kann, ob in der Lieferkette Abholzung stattfindet.

Die Waldrodung ist ein ernstes und komplexes Problem, dessen Lösung eine Zusammenarbeit der gesamten Branche erfordert, um mehr Transparenz, Inklusivität, direktes Engagement und Kapazitätsaufbau in der gesamten Lieferkette zu erreichen. „Nestlé hat sich seit jeher verpflichtet, Rohstoffe zu beziehen, die für eine verantwortungsbewusste Herstellung unserer Produkte nötig sind. Im Jahr 2010 haben wir uns verpflichtet, dass bis zum Jahr 2020 keines unserer Produkte weltweit mehr mit der Abholzung schützenswerter Wälder in Verbindung gebracht wird”, sagte Magdi Batato, Executive Vice President und Head of Operations der Nestlé AG.

Seit 2017 sind 63% der globalen Lieferkette von Nestlé frei von Waldrodungen.

„Um diese Entwicklung zu beschleunigen, arbeiten wir seit Mitte 2016 mit Airbus und TFT zusammen, um ein Pilotprojekt über der Region Perak in Malaysia zu starten. Die Satellitenüberwachung von Starling ist ein entscheidender Schritt, um Transparenz in unserer Lieferkette zu schaffen, und wir freuen uns, diese Zusammenarbeit bis Ende des Jahres auf 100% der globalen Lieferketten von Nestlé für Palmöl auszudehnen. Wir werden dieses Programm auch auf unsere Lieferketten für Zellstoff und Papier im nächsten Jahr, sowie für Soja zu einem späteren Zeitpunkt ausweiten”, fügte er hinzu.

Starling verwendet modernste Technologie, die hochauflösende Radar- und optische Satellitenbilder miteinander kombiniert, um eine unabhängige Ganzjahresüberwachung von Änderungen der Landfläche und Störungen der Waldfläche zu ermöglichen. Die zusammen mit den Analysen gesammelten Daten ermöglichen es Unternehmen, Risiken zu managen und Interventionsstrategien vor Ort durchzuführen, um Veränderungen voranzutreiben. „Starling ist ein volldigitaler Service, der erstklassige maschinelle Lern- und Cloud-Technologien anbietet, um sehr präzise und nahezu in Echtzeit Informationen über die Veränderung der Waldfläche bereitzustellen. Terabyte Satellitenbilder werden in aussagekräftige Informationen umgewandelt, um unseren Kunden einen zuverlässigen Service zur Überwachung ihrer Lieferketten zu bieten und potenzielle Abholzungsereignisse frühzeitig zu erkennen”, so François Lombard, Leiter des Intelligence Business bei Airbus Defence and Space.

Starling nutzt die hochauflösenden Satelliten SPOT 6 und SPOT 7 von Airbus sowie Sensoren von Drittanbietern, die für große geografische Gebiete ausgelegt sind. Mit besonderer Genauigkeit und detaillierter Auflösung unterscheiden Starlings Karten zwischen Palmölplantagen, geschützten Wäldern und anderen Gebieten.

Bastien Sachet, CEO von TFT, begrüßt diesen Schritt: „Wir begrüßen das Engagement von Nestlé, Starling zur Überwachung der gesamten Palmöl-Lieferkette einzusetzen. Als wir 2010 unsere No Deforestation-Reise mit Nestlé begannen, gab es keine Instrumente, mit denen sie ihre Lieferanten auf diese Weise effektiv überwachen konnten, und es musste eine Lösung gefunden werden. Nun freuen wir uns, sagen zu können, dass es ein geeignetes und fähiges Instrument gibt, das Unternehmen dabei unterstützt, die Waldrodung aus ihren Lieferketten zu entfernen. Wir sehen diesen Meilenstein als den nächsten Schritt auf unserem Weg mit Nestlé.”

Anfang dieses Jahres hat sich Nestlé dazu verpflichtet, bis 2023 100% RSPO-zertifiziertes nachhaltiges Palmöl zu verwenden. Bis Dezember 2018 werden 100% der Palmöl-Lieferkette von Nestlé, ob zertifiziert oder nicht, auf Abholzung mittels Satellitenbildern überwacht. Um die Transparenz weiter zu erhöhen, hat Nestlé die Namen der Direktlieferanten und Mühlen, von denen sie Palmöl bezieht, zur Verfügung gestellt. Dies entspricht 91% des Gesamtvolumens an Palmöl, das Nestlé jährlich bezieht.

„Unsere “Augen am Himmel” werden unsere Lieferkette für Palmöl rund um die Uhr überwachen, unabhängig von ihrem Zertifizierungsstatus. Dies wird es uns ermöglichen, unsere Befunde weiter an die Öffentlichkeit zu tragen und von welchen Lieferanten wir uns trennen, falls sie nicht ordentlich arbeiten und bei welchen wir uns dafür entscheiden, uns weiter zu engagieren und die Situation zu verbessern. Dies wird mit einer Aufforderung an die Lieferanten einhergehen, ihre Konzessionsinformationen weiterzugeben und innerhalb der Wertschöpfungskette mit unseren Partnern zusammenzuarbeiten, um auf der Grundlage unbestreitbarer Beweise Verbesserungen vorzunehmen. Diese Informationen, sowie unsere Fortschrittsberichte, werden an unsere Stakeholder, einschließlich Verbraucher, Investoren und Einzelhändler, weitergegeben. Sie werden in unserem Transparency Dashboard zur Verfügung gestellt und bis zum 1. März 2019 auf unserer Website veröffentlicht”, sagte Benjamin Ware, Global Head of Responsible Sourcing, Nestlé AG zu.

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