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Grundsatzvereinbarung für Fertigprodukte

BirgitH / pixelio.de

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hat mit der Ernährungswirtschaft eine Grundsatzvereinbarung zur Reduktion von Zucker, Fett und Salz in Fertigprodukten unterzeichnet.

Berlin (afp) > Die Ernährungsindustrie verpflichte sich, ab 2019 den Gehalt zu reduzieren und die Umsetzung werde überprüft, erklärte Klöckner am Dienstag. Bis zum Jahresende werde ein “gemeinsam abgestimmtes Konzept vorliegen”. Sie verwies dabei auch auf den Koalitionsvertrag, der die Nationale Reduktionsstrategie vorsieht. Die Häufigkeit von “krankmachendem Übergewicht und ernährungsmitbedingten Krankheiten” in Deutschland müsse gesenkt werden, das sei ihr Ziel, erklärte Klöckner. Es sei gut, dass die Wirtschaft anerkenne, Teil der Lösung des Problems Übergewicht zu sein. Die Umsetzung der Reduktionsziele müsse dabei auch “praktikabel” sein, forderte Klöckner. So müssten die “Belange kleiner handwerklicher Betriebe” beachtet werden, außerdem müssten “Geschmack und Konsistenz” der Lebensmittel den Verbrauchern weiterhin zusagen.

Mögliche Maßnahmen seien nun neben der Reduzierung von Zucker, Fett und Salz auch Verkleinerungen von XXL-Verpackungsgrößen, erklärte Klöckner. Ein besonderes Augenmerk gelte Lebensmitteln, die sich speziell an Kinder und Jugendliche richteten. Der Spitzenverband der deutschen Lebensmittelwirtschaft (BLL) erklärte, diese übernehme “Mitverantwortung an der gesamtgesellschaftlichen Aufgabe im Kampf gegen nichtübertragbare Krankheiten und für eine Stärkung der Gesundheitsvorsorge”. Dabei müssten die Konsumenten mitgenommen werden, erklärte der Verband. Viele Reduzierungen gingen nicht “von heute auf morgen”.

Die Vereinbarung zum Download.

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