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Bessere Arbeitsbedingungen beim Kobalt-Abbau

Kobalt ist ein Schlüsselelement für die Produktion von Batterien für die Auto- und Elektronikindustrie. © jpj2000nl/CCO

Eine Pilotprojekt im Kongo soll Einhaltung der Menschenrechte sicherstellen.

Berlin (afp) > Eine branchenübergreifende Initiative von BMW, BASF und Samsung will mit einem Pilotprojekt für bessere Arbeitsbedingungen im Kobalt-Abbau sorgen. Die Unternehmen hätten die deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) beauftragt, in einem Pilotprojekt in der Demokratischen Republik Kongo zu prüfen, wie sich “Arbeits- und Lebensbedingungen im Kleinstbergbau” verbessern lassen, teilte die GIZ am Donnerstag mit. Das komplett privat finanzierte Projekt konzentriert sich demnach auf eine Pilotmine, die nicht von den Unternehmen betrieben wird.

Sollte das auf drei Jahre angelegte Projekt erfolgreich sein, könnten die erprobten Ansätze auf weitere Minen übertragen werden, hieß es weiter. Größte Herausforderung sei es, “die Einhaltung von Menschenrechten, Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsstandards” sicherzustellen. Laut GIZ konzentriert sich die Initiative auf Minen, in denen Kobalt mit nicht-industriellen Methoden abgebaut wird. Kobalt wird für die Produktion von Batterien in Elektroautos, Smartphones und erneuerbaren Energien benötigt. Die weltweit größten bekannten Reserven dieses Rohstoffes befinden sich in der Demokratischen Republik Kongo. Zu 80 bis 85 % erfolgt die Kobalt-Förderung im Kongo industriell, 15 bis 20 % des Abbaus erfolgen mit nicht-industriellen Methoden. Schätzungen zufolge verfügt die Demokratische Republik Kongo über 65 Prozent der weltweiten Kobaltreserven. Der Abbau ist dort wegen Kinderarbeit und miserabler Arbeitsbedingungen in der Kritik.

 

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