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Kennzeichnung für klimafreundliche Anlagestrategien

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Unternehmen sollen künftig mit niedrigem CO2-Ausstoß um Investitionen werben können.

Brüssel (csr-news) > Immer mehr Investoren versuchen klimaschädliche Auswirkungen bei ihren Investitionsentscheidungen zu berücksichtigen. Wichtiges Kriterium ist dabei der CO2-Fußabdruck, der durch die von ihnen finanzierten Projekte oder Unternehmen verursacht wird. Derzeit gibt es eine Vielzahl an Indizes mit unterschiedlichen Zielen, Qualitäts- und Integritätsgraden, die diesen CO2-Abdruck abbilden. Zwei neue Benchmarks sollen zukünftig Orientierung bieten. Darauf einigten sich das EU-Parlament, die Mitgliedstaaten und die EU-Kommission.

„Der Übergang zu einer kohlenstoffarmen, nachhaltigen Wirtschaft erfordert ein Umdenken, wie wir unser Geschäft betreiben, wo wir unser Geld investieren. Dank der heutigen Vereinbarung wird es für Investoren einfacher sein, klimabewusste Projekte, Infrastrukturen und Technologien auszuwählen, um die Kapitalströme auf grüne Anlagen auszurichten“, sagte Rumäniens Finanzminister Eugen Teodorovici.

Es gibt zukünftig einen EU-Benchmark für den Klimaschutz, der darauf abzielt, den CO2-Fußabdruck eines Standardanlageportfolios zu senken. Angesprochen sind Unternehmen, die bis Ende 2022 einen messbaren, wissenschaftlich fundierten “Dekarbonisierungspfad” verfolgen, mit Blick auf das langfristige Ziel der Pariser Vereinbarung zur globalen Erwärmung.

Für Unternehmen mit ehrgeizigeren Klimazielen ist das EU-Paris-orientierte Benchmark gedacht. Dabei sollen nur Komponenten ausgewählt werden, die zur Erreichung der im Pariser Klimaabkommen festgelegten 2°C-Reduktion beitragen.

Darüber hinaus verpflichtet die Vereinbarung alle Benchmarks oder Benchmarkfamilien, zu erläutern, wie sich Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren in ihrer Anlagestrategie widerspiegeln und wie die Methodik mit dem Ziel der Reduzierung der CO2-Emissionen übereinstimmt. Vorbehaltlich der technischen Überarbeitung des Textes wird die politische Einigung nun den EU-Botschaftern zur Billigung vorgelegt. Sie wird dann einer juristischen Sprachrevision unterzogen. Das Parlament und der Rat wurden aufgefordert, den Verordnungsvorschlag in erster Lesung anzunehmen.

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