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Gewalt an Zwangsarbeitern

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In den Werken der Industriellen-Dynastie Reimann ist es einem Medienbericht zufolge während der NS-Zeit zu Gewalt und Missbrauch an Zwangsarbeitern gekommen.

Berlin (afp) > Das belegten bisher unveröffentlichte Akten und Dokumente in deutschen Archiven, berichtete die “Bild am Sonntag”. Der Familiensprecher und Chef der JAB Holding, Peter Harf, bestätigte dem Blatt die Erkenntnisse und kündigte eine Spende von zehn Millionen Euro an eine passende Organisation an.

Laut “BamS” wurden in den Werken in Ludwigshafen osteuropäische Firmenmitarbeiterinnen gezwungen, nackt in ihrer Baracke anzutreten. Frauen, die sich weigerten, seien “in ihrem Bett unsittlich berührt” worden. Andere Zwangsarbeiter seien getreten und geschlagen worden. Darunter sei auch eine Russin gewesen, die im Haus der Familie Reimann geputzt habe.

Familiensprecher Harf bestätigte der Zeitung die Enthüllungen: “Da gibt es nichts zu korrigieren.” Albert Reimann senior und Albert Reimann junior seien schuldig gewesen. “Die beiden Unternehmer haben sich vergangen, sie gehörten eigentlich ins Gefängnis”, sagte Harf.

Die Erben beauftragten nach seinen Angaben einen Historiker, um die Familiengeschichte aufzuarbeiten. Vor wenigen Wochen habe dieser einen Zwischenstand präsentiert. Dabei seien alle “sprachlos” gewesen. “Wir haben uns geschämt und waren weiß wie die Wand”, erinnerte sich Harf. Es gebe nichts zu beschönigen, “diese Verbrechen sind widerlich”.

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