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Menschenrechts-Risikoanalyse bei T-Systems Singapore durchgeführt

© Deutsche Telekom

Im Jahr 2018 führte die Deutsche Telekom bei ihrer Tochtergesellschaft T-Systems Singapore eine Menschenrechtsfolgenabschätzung durch. Eines der Kernelemente der Bewertung war die Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von Interessengruppen und Rechteinhabern.

Bonn (csr-partner) > Die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte erwarten von Unternehmen, dass sie fortlaufende und systematische Richtlinien und Verfahren einführen, um proaktiv nachteilige Auswirkungen auf die Menschenrechte zu identifizieren, zu verhindern, zu mildern und zu bekämpfen, an denen sie direkt oder durch ihre Geschäftsbeziehungen beteiligt sein könnten. Die Deutsche Telekom unterstützt diese Leitprinzipien uneingeschränkt und hat die Achtung der Menschenrechte in ihre Strategie und grundlegenden Richtlinien integriert, insbesondere in die Leitprinzipien und den Kodex für Menschenrechte & Soziale Grundsätze. Darüber hinaus verfolgt die Deutsche Telekom das Ziel, die Umsetzung dieser Richtlinien in der Praxis über die gesamte Breite und Tiefe ihrer unternehmerischen Tätigkeiten und ihrer Lieferkette zu überwachen und sicherzustellen. Eine Möglichkeit, dies zu erreichen, sind tiefgreifende Menschenrechtsbewertungen in bestimmten Geschäftseinheiten, die durch eine risikobasierte Analyse ermittelt werden. Im Jahr 2018 hat die Telekom ihre Tochtergesellschaft in Singapur besucht, um eine solche Bewertung durchzuführen.

Methodik

Die Bewertung wurde in vier Phasen unterteilt:

  • Phase 1 – Aufbau und Vorbereitung
  • Phase 2 – Bewertung der Auswirkungen auf die Menschenrechte
  • Phase 3 – Analyse und Nachbereitung
  • Phase 4 – Gemeinsame Umsetzung von Managementmaßnahmen

Schwerpunktbereiche

Die wichtigsten Auswirkungen, Risiken und Chancen auf die Menschenrechte, die für den IKT-Sektor, insbesondere für Singapur und T-Systems Singapore, relevant sind und in der Bewertung berücksichtigt und identifiziert wurden, waren:

  • Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter einschließlich der Arbeitszeiten, Nutzung von Überstunden
  • Gesundheit und Sicherheit, wie das Vorhandensein und die Umsetzung solider Gesundheits- und Sicherheitsnormen und Managementsysteme
  • Diskriminierungsthemen wie gleicher Lohn für gleiche Arbeit, Integration von Minderheitengruppen in die Arbeitswelt, Chancen für Menschen mit Behinderungen
  • Datenschutz, zum Beispiel Maßnahmen zum Schutz von Mitarbeiter- und Kundendaten vor Hacks, Viren und/oder illegalen Informationsanfragen; Bereitstellung angemessener Schulungen zum Schutz und zur Nutzung von Daten
  • Arbeitsbedingungen in der lokalen Lieferkette wie Zugang zu Beschwerdemechanismen, Zwangsarbeit, Arbeitszeiten, Vergütung sowie Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz
  • Umweltauswirkungen sowohl in der lokalen Lieferkette als auch in den eigenen Betrieben

Ergebnisse und nächste Schritte

Die Bewertung ergab insgesamt positive Ergebnisse mit vielen bereits vorhandenen Systemen und Prozessen, einem engagierten und gewissenhaften Managementteam und einer weitgehend zufriedenen Belegschaft. Es wurde ein Aktionsplan vereinbart, um die identifizierten Verbesserungsmöglichkeiten voranzutreiben. Dieser Aktionsplan konzentriert sich insbesondere auf die Stärkung des Managements von Arbeitszeiten und Überstunden der Mitarbeiter, die Sensibilisierung und Schulung für spezifische interne Richtlinien, die Verbesserung der Prozesse zur Entsorgung von Elektroschrott, die Steigerung des allgemeinen Umweltbewusstseins und die engere Zusammenarbeit zentraler Funktionen bei der Einbindung und Überwachung der lokalen Lieferkette. Darüber hinaus ist die Telekom bestrebt, die gewonnenen Erkenntnisse in die Richtlinien und Prozesse auf globaler Ebene einfließen zu lassen und diese Erfahrungen zu nutzen, den globalen Human Rights Due Diligence-Ansatz weiterzuentwickeln.

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