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Billionen-Fonds für weltweiten Kohleausstieg

IEA-Chef Fatih Birol, © iea.org

Der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, hat einen weltweiten Fonds zur Finanzierung eines Kohleausstiegs in Schwellenländern gefordert.

Berlin (afp) > “Wir müssen einen Finanzierungsmechanismus schaffen, um diese Länder dafür zu kompensieren, dass sie diese Kraftwerke früher vom Netz nehmen”, sagte Birol der “tageszeitung” (Dienstagsausgabe). Eine konkrete Summe für einen solchen Fonds nannte er nicht – “aber es werden Billionen von US-Dollar sein”.

Die benötigte Summe sei “mehr, als jemand tragen kann, dafür brauchen wir einen globalen Finanzierungsmechanismus”, sagte Birol der “taz”. Ohne einen solchen Anreiz würden diese Länder nicht aus der Kohle aussteigen.

Der IEA-Chef lobte den deutschen Kohleausstieg als “ein gutes Beispiel”. Dies müsse erweitert werden, “aber ohne negative ökonomische Konsequenzen für die armen Länder der Welt”.

In Deutschland gehe es um etwa 40 Gigawatt Kraftwerksleistung, die stillgelegt werden sollten, sagte Birol. In Asien gehe es um 2000 Megawatt, und die Kohleflotte dort könne im Normalfall noch 40 Jahre laufen. “Wenn wir so weitermachen wie bisher, können wir den Klimazielen auf Wiedersehen sagen”, warnte Birol.

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