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Klimaschutz ist nicht nur Anliegen junger Menschen

© Arno Mikkor/CCO

Der Ex-Umweltminister Klaus Töpfer sieht in der CDU beim Klima noch “viel Luft nach oben”.

Berlin (afp) > Ex-Bundesumweltminister Klaus Töpfer (CDU) hat vor dem Hintergrund der Schülerproteste für mehr Klimaschutz hervorgehoben, dies dürfe nicht “nicht ein Anliegen von jungen Leuten” bleiben. “Es ist ein Anliegen von allen Menschen”, sagte Töpfer im Interview der Woche des Deutschlandfunks. Er unterstütze die Forderungen der jungen Demonstranten vorbehaltlos.

“Ich bin Vater von drei Kindern und von vier Enkelkindern. Also, die Zukunft ist auch bei einem Alten durchaus täglich mit am Tisch”, sagte der frühere Leiter des UN-Umweltprogramms Unep. Es gehe jetzt darum, für das Jahr 2050 eine Zukunft ohne CO2 zu gestalten. “Und dafür brauchen wir Jugendliche. Dafür brauchen wir Leute, die dann wiederum verantwortlich sind und diese Verantwortung mit übernehmen wollen.”

Der frühere CDU-Politiker äußerte sich auch zu dem Video des YouTubers Rezo mit dem Titel “Zerstörung der CDU”. Neben sozialer Ungleichheit macht Rezo die CDU in dem Film besonders für Versäumnisse beim Klimaschutz verantwortlich. Rezos Forderung nach mehr Klimaschutz unterstütze er, sagte Töpfer. Allerdings fügte er hinzu: “Es ist vergleichsweise leicht etwas zu zerstören, aber damit ist das Thema nicht bewältigt.”

Eine Partei wie die CDU müsse es in ihren Genen haben, dass “wir nicht die Kosten unseres Wohlstands auf kommende Generationen abwälzen”, mahnte der frühere Unep-Chef. Zur Frage, ob diese Einsicht in seiner Partei angekommen sei, räumte er allerdings ein: “Da ist viel Luft nach oben.” Eine von den ökologischen Fragen abgekoppelte Wirtschaftspolitik sei “immer eine schlechte”. Darüber habe er auch mit CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer gesprochen.

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