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Verzicht auf Sexismus in Werbung

Anne Spiegel, Staatsministerin aus Rheinland-Pfalz und Vorsitzende der Verbraucherschutzministerkonferenz 2019, © MFFJIV

Die Frauenministerkonferenz fordert von Unternehmen eine Selbstverpflichtung zum Verzicht auf Sexismus und Geschlechterklischees in Werbung.

Deidesheim (afp) > “Nach wie vor ist Werbung häufig sexistisch. Produkte werden sogar zunehmend über Geschlechterklischees vermarktet”, erklärte die rheinland-pfälzische Ministerin Anne Spiegel (Grüne) am Freitag zum Abschluss der Konferenz.

Männer und Frauen würden durch reduzierte und klischeehafte Darstellung in der Werbung abgewertet, urteilten die Minister. Die Konferenz appellierte an Unternehmen, sich eine Selbstverpflichtung aufzuerlegen. Damit könnten sie “Vorreiterinnen und Vorreiter für eine an Vielfalt und Gleichstellung ausgerichtete Unternehmenskultur und Wirtschaftswelt sein”, erläuterte Spiegel.

Die Ressortchefs sprachen sich außerdem gegen das sogenannte Gender-Pricing aus, bei dem für funktionsgleiche Produkte unterschiedliche Preise je nach Geschlecht verlangt werden.

Die Frauenministerkonferenz im rheinland-pfälzischen Deidesheim ging am Freitag nach zwei Tagen zu Ende. Themen waren neben Geschlechterklischees in der Werbung auch Sexismus am Arbeitplatz und Gewalt gegen Frauen. Rheinland-Pfalz hat in diesem Jahr den Vorsitz der Frauenministerkonferenz.

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