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Reederei will Nordostpassage “niemals” nutzen

David Mark auf pixabay.com

Klimaschutz: CMA-CGM-Chef ruft auch andere Unternehmen zum Verzicht auf nördlichen Seeweg auf

Paris (afp) – Die drittgrößte Container-Schifffahrtsgesellschaft der Welt, CMA CGM, will zum Schutz des Klimas nach eigenen Angaben “niemals” die Nordostpassage befahren. Die französische Reederei sei zwar immer bestrebt, ihre Schifffahrtsrouten zu “optimieren”, um den Kraftstoffverbrauch zu reduzieren, sagte Unternehmenschef Rodolphe Saadé am Freitag in Paris. Doch die Arktis sei für die Regulierung des Klimas von höchster Bedeutung und ihre Artenvielfalt “einzigartig”, betonte Saadé.

Die Nordostpassage, wie der nördliche Seeweg entlang der Küste Sibiriens heißt, würde es den Reedereien ermöglichen, “die Fahrt von Shanghai nach Rotterdam um 40 Prozent zu verkürzen”, sagte Saadé. Darauf wolle sein Unternehmen jedoch aus Gründen des Klimaschutzes verzichten. Er forderte alle anderen Schifffahrtsunternehmen auf, es seiner Reederei gleichzutun, um die Arktis zu schützen.

Saadé stellte die Maßnahmen der Schifffahrtsgesellschaften zum Klimaschutz im Vorfeld des am Samstag beginnenden G7-Gipfels im Elysée-Palast in Paris vor. Bei dem Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs Frankreichs, Deutschlands, Italiens, Japans, Kanadas, Großbritanniens und der USA soll es auch um die internationale Klimapolitik gehen.

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