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Ausbeutung von Arbeitern auf Teeplantagen in Asien

Farhan Azam auf Unsplash

Oxfam erhebt schwere Vorwürfe gegen deutsche Anbieter und Supermarktketten.

Berlin (AFP) – Die Entwicklungsorganisation Oxfam hat die Ausbeutung von Arbeitern auf Teeplantagen in Asien beklagt. Auch deutsche Anbieter und Supermarktketten profitierten von deren Leid, erklärte Oxfam am Donnerstag in Berlin. Große Supermarktketten verkaufen in Deutschland demnach mehr als die Hälfte allen Tees.

Oxfam forderte die Unternehmen auf, die Einhaltung von Arbeiter- und Menschenrechten in ihren Lieferketten zu garantieren. Gemeinsam mit dem Bündnis Lieferkettengesetz forderte die Organisation außerdem ein Gesetz von der Bundesregierung, die Firmen dazu zu verpflichten.

Oxfam berief sich dabei auf die Ergebnisse einer Befragung von 510 Arbeitern von Teeplantagen im indischen Bundesstaat Assam. Demnach haben 56 Prozent von ihnen nicht genügend zu essen, fast die Hälfte litt an Krankheiten. Auf der Mehrzahl der Plantagen gebe es keine ärztliche Betreuung. Oft fehle jeder Schutz vor giftigen Pestiziden.

Von den drei Euro, die eine Packung Marken-Schwarztee in Deutschland im Supermarkt koste, verblieben bei den Pflückern nur etwa vier Cent, rechnete Oxfam vor. Die Menschen auf den Teeplantagen litten unter “Hungerlöhnen und katastrophalen Arbeitsbedingungen”.

Die Oxfam-Studie “Schwarzer Tee, weiße Weste” als PDF

 

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