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McDonald’s feuert Unternehmenschef Easterbrook

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52-jähriger Brite verstieß mit Affäre im Unternehmen gegen Firmenregeln

Von Juliette Michel

New York (AFP) – Die Fast-Food-Kette McDonald’s hat ihren Vorstandschef Steve Easterbrook wegen einer Affäre im Unternehmen gefeuert. Easterbrook habe damit gegen die Richtlinien der Firma verstoßen, teilte der Verwaltungsrat von McDonald’s am Sonntag mit. Easterbrook selbst schrieb in einer Mail an die Beschäftigten, er habe einen “Fehler” gemacht. Daher sei es “Zeit für mich, etwas anderes zu tun”.

Easterbrook habe sich vom Unternehmen getrennt, teilte der Verwaltungsrat mit. Das Gremium habe festgestellt, dass Easterbrook “gegen Richtlinien des Unternehmens” verstoßen und “ein schlechtes Urteilsvermögen” an den Tag gelegt habe, indem er sich “jüngst auf eine einvernehmliche Beziehung” eingelassen habe.

Easterbrook war seit 2015 Chef von McDonald’s. Der 52-jährige Brite, laut BBC verheiratet und Vater von drei Kindern, hatte den Nettogewinn des Fastfood-Riesen jedes Jahr gesteigert und den Wert der Aktie an der Wall Street verdoppelt. Der Umsatz des Unternehmens ging jedoch kontinuierlich zurück – McDonald’s macht der Trend zu schaffen, dass viele Menschen sich gesünder ernähren wollen.

Die Fastfood-Kette vereinfachte ihr Angebot, führte das Frühstück rund um die Uhr ein sowie kleinere Hamburger und zuletzt auch einen veganen Burger. Zudem investierte das Unternehmen unter der Führung Easterbrooks massiv in Technologien, um Bestellungen und Auslieferungen schneller und einfacher zu machen.

Im vergangenen Quartal stieg der Umsatz leicht um 1,1 Prozent auf 5,4 Milliarden Dollar (4,8 Milliarden Euro). Der Gewinn ging um 1,8 Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar zurück.

Die Unternehmensführung übernimmt der bisher für das US-Geschäft von McDonald’s zuständige Chris Kempczinski, wie der Verwaltungsrat weiter mitteilte. Er verfüge über die “richtige Mischung aus Kompetenz und Erfahrung”, um Easterbrooks Aufgaben zu übernehmen. Kempczinski sagte dem “Wall Street Journal”, es werde keinen Strategiewechsel geben.

Affären mit Mitarbeitern haben in den USA schon mehrere Unternehmenschefs den Job gekostet. Im vergangenen Jahr etwa mussten deswegen der Chef von Intel, Brian Krzanich, und der Chef der Yoga-Modefirma Lululemon, Laurent Potdevin, zurücktreten. 2016 bedeutete eine Affäre das Aus für den Chef des Reiseportals Priceline, Darren Huston, 2012 musste BestBuy-Chef Brian Dunn den Spitzenposten abgeben.

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