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Berufsbekleidung: von ökologischer zu sozialer Nachhaltigkeit

Achim Halfmann / CSR NEWS

Nachhaltigkeitsaspekte gewinnen im B2B-Geschäft mit Textilien an Bedeutung.

Düsseldorf (csr-news) – CSR NEWS hat in Düsseldorf die Leitmesse A+A besucht und mit Ausstellern gesprochen.

Daniela Rödig, Kommunikationsmanagerin bei CWS, hat beobachtet, dass insbesondere Kommunen und Konzerne Nachhaltigkeitsaspekte im Einkauf berücksichtigen. „Der Handwerker von nebenan findet das nice to have“, sagt Rödig. Allerdings setze unter den jungen Kleinunternehmern ein Umdenken ein.

CWS, eine 100-prozentige Haniel-Tochter, präsentiert auf der Messe unter anderem umweltschonend produzierte Berufsbekleidung. Seit vier Jahren verwendet das Unternehmen Bio-Baumwolle für seine Produkte – und wurde damit pro-aktiv tätig. Rödig: „Es ist nicht, dass uns die Leute die Bude danach einrennen.“ Auf der Messe wirbt CWS damit, zudem recyceltes Polyester zum Einsatz zu bringen. Recycelt werden PET-Flaschen ebenso wie Kleidungsstücke aus Kunstfasern. Im kommenden Jahr werde CWS ein T-Shirt aus recyceltem Polyester und recycelter Baumwolle herausbringen.

Vanessa Morandeira, Marketing-Leiterin bei Oeko-Tex, beobachtet ebenfalls eine zunehmende Bedeutung von Nachhaltigkeitsaspekte bei den Einkäufern von Berufskleidung. „Made in Green“ sei das am stärksten wachsende Label des Forschungs- und Prüfinstitutes: „Made in Green“ setzt auf die rein ökologisch orientierten Label „Standard 100“ und „Leather Standard“ auf und berücksichtigt soziale Aspekte wie die Arbeitssicherheit oder Lohngerechtigkeit. Dabei werde die Zahlung des gesetzlichen Mindestlohns vorausgesetzt, so Morandeira. Oeko-Tex arbeite derzeit an einem Modell, das in Sachen Lohnzahlung darüber hinausgehe.

Ein gerechter Lohn ist zentrales Element des Nachhaltigkeitsengagements von Havep, einem niederländischen Anbieter von Berufstextilien. Havep kooperiert dabei mit der Fear Wear Foundation, die existenzsichernde Löhne berechnet. Diese legt Havep für eigene Produktionsstätten und den Bezug bei externen Herstellern in Mazedonien und Tunesien zugrunde. Dabei setze das Unternehmen nicht auf einzelne nachhaltige Produkte, sondern auf eine nachhaltige Ausrichtung des Gesamtangebotes, sagt Anna van Puijenbroek, Gesellschafterin und CEO bei Havep. Mehr und mehr Betriebe seien sich ihres gesellschaftlichen Impacts bewusst, so van Puijenbroek weiter.

Auf der Messe A+A präsentieren 2.100 Aussteller aus 64 Nationen bis zum 8. November Produkte und Services für sicheres und gesundes Arbeiten.

Foto: “Green Choice”-Logo am HAVEP-Stand

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