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CSR NEWS-ticker

Kurzmeldungen zur gesellschaftlichen Verantwortung aus Unternehmen und Institutionen

ARD erstellt ab 2020 gemeinsamen Nachhaltigkeitsbericht

Die ARD-Intendantinnen und -Intendanten haben beschlossen, ab 2020 einen regelmäßigen, senderübergreifenden ARD-Nachhaltigkeitsbericht zu erstellen. Damit sollen die zahlreichen Bemühungen der einzelnen Landesrundfunkanstalten im Bereich Nachhaltigkeit transparent gemacht und dokumentiert werden. Hierzu zählen beispielsweise die energetische Sanierung, die Nutzung von schadstoffarmen Fahrzeugen und die Installation von grünen Rechenzentren. Darüber hinaus wird auf ressourcenschonende Herstellungsprozesse geachtet (“Green Production”), aber auch auf die Förderung der Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, der Chancengleichheit und der Diversität. Leitgedanke des Berichts ist der vom Rat für Nachhaltige Entwicklung entwickelte “Deutsche Nachhaltigkeitskodex”.

Aktualisierte Bioökonomie-Strategie: Rat nimmt Schlussfolgerungen an

Der Rat hat Schlussfolgerungen zur Mitteilung der Kommission „Eine nachhaltige Bioökonomie für Europa: Stärkung der Verbindungen zwischen Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt“ angenommen. In seinen Schlussfolgerungen spricht der Rat seine Unterstützung für die in der Mitteilung der Kommission beschriebene aktualisierte Bioökonomie-Strategie aus. Er fordert die Mitgliedstaaten auf, diese Strategie unverzüglich umzusetzen, und fordert die Kommission auf, ihre Umsetzung zu fördern und voranzubringen. Weitere Infos: Schlussfolgerungen des Rates zur nachhaltigen Bioökonomie

Deutsche Bank setzt sich für Betroffene von HIV und AIDS ein

Die Deutsche Bank zeigt seit 2007 zum Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember Flagge für Betroffene von HIV und AIDS – so auch in diesem Jahr. Rund sechzig Mitarbeiter engagieren sich in Berlin, Frankfurt am Main und Essen sowie erstmals in Hamburg und Hameln bei den Solidaritäts-Bärchen-Spendenaktionen im Vorfeld des Welt-AIDS-Tages. Nachdem in den Vorjahren über 20.000 Spenden-Teddys verkauft wurden, rechnet die Deutsche Bank auch dieses Jahr mit einer hohen Nachfrage und Spendenbereitschaft der Belegschaft – rund 2.000 Bärchen stehen bereit. „Menschen, die sich mit dem HIV-Virus infiziert haben oder an Aids erkrankt sind, haben selbstverständlich ein Recht darauf, voll und ganz in den Arbeitsalltag integriert zu sein. Dennoch werden sie immer wieder diskriminiert. Dagegen setzen wir uns als Deutsche Bank ein“, erklärt Jörg Eigendorf, Konzernsprecher und Leiter des Bereichs Soziale Verantwortung der Deutschen Bank.

Über 800 Pelztierfarmen in Polen

Im April dieses Jahres ist die letzte Pelzfarm Deutschlands geschlossen worden. Mit über 800 -1000 Pelzfarmen mit insgesamt über 5 Millionen Pelztiere hat sich Polen in den letzten Jahren zu einem der größten Pelzproduzenten Europas entwickelt. Nerzfarmen mit über 100.000 Tiere sind keine Seltenheit. Den Aktivisten*innen vom Deutschen Tierschutzbüro ist es dennoch gelungen u.a. mit einer Drohne zu filmen, wie die Tiere in solchen Betrieben leben und vor allem leiden müssen. Neben den riesigen Farmen gibt es aber auch viele kleine, selbst zusammengezimmerte Farmen mit etwa 100-1.000 Tieren. „Vor allem in diesen kleinen Farmen haben wir verletzte und kranke Tiere vorgefunden“ so Denise Weber, Sprecherin vom Deutschen Tierschutzbüro.  Weitere Infos: https://deinpelz-meinherz.de/ 

Startups präsentieren Ergebnisse: Nachhaltige Verpackungen und Produkte bald bei ALDI

20 Wochen Förderprogramm liegen hinter den Startups Cyclic Design, OGATA, und Wisefood. Die drei Startups konnten ALDI im Juni von ihren Ideen für nachhaltige Verpackungs- und Produktlösungen überzeugen. Beim TechFounders Demo Day in München präsentierten die drei Startups gestern ihre finalen Ergebnisse. Sie alle sollen es in Zukunft mit ihren Produkten in die ALDI Filialen schaffen.Die Förderung von Startups ist bei ALDI Teil der sogenannten „Verpackungsmission“. ALDI hat sich vorgenommen, bis 2025 den Materialeinsatz der Eigenmarken-Verpackungen um 30 Prozent zu reduzieren. Bis 2022 sollen alle Eigenmarken-Verpackungen recyclingfähig sein. Schon heute sind bereits zwei Drittel aller Eigenmarkenverpackungen recyclingfähig. Weitere Infos: https://blog.aldi-sued.de/startups-bei-aldi/

Kaufland: Alle Baumwolltextilien der Eigenmarken Bio-Baumwolle

Bei Kaufland erhalten Kunden ab sofort Baumwolltextilien der Eigenmarken ausschließlich aus zertifizierter Bio-Baumwolle. Sämtliche Eigenmarken-Baumwollartikel sind nach dem Öko-GOTS-Standard (Global Organic Textile Standard) zertifiziert, bei dem umweltfreundliche Prozesse und sozialverträgliche Bedingungen höchste Beachtung finden. Die GOTS-Zertifizierung gliedert sich bei Kaufland in eine Reihe von Maßnahmen des nachhaltigen Textilengagements ein. So hat sich das Unternehmen bspw. im Rahmen des freiwilligen Detox-Commitments dazu verpflichtet, gemeinsam mit seinen Lieferanten die Wasserverschmutzung und den Einsatz kritischer Chemikalien zu reduzieren und so die Belastung für Mensch und Natur zu verringern.

Neuer Studiengang Climate Change Management and Engineering

Die SRH Hochschule Heidelberg bildet junge Menschen gezielt dafür aus, in Unternehmen, Kommunen und Landkreisen für den Klimaschutz aktiv zu werden. Der duale Studiengang „Climate Change Management and Engineering“ startet im Oktober 2020 mit namhaften Praxispartnern aus der Metropolregion Rhein-Neckar. Weitere Informationen zum Studiengang Climate Change Management and Engineering gibt es ab Mitte Dezember auf www.hochschule-heidelberg.de

Start der Weiterbildungsreihe „Wirkungsmanager*in mit Zertifikat“

Im Februar 2020 beginnt ein neuer Durchgang der Weiterbildung „Wirkungsmanager*in mit Zertifikat“ in Berlin, Köln und München. In insgesamt vier Modulen lernen die Teilnehmenden die Grundlagen des wirkungsorientierten Arbeitens kennen, entwickeln eigene Wirkungslogiken und lernen, wie sie Wirkungsdaten erheben und kommunizieren. Das Besondere: Die Teilnehmenden arbeiten gleich zu Beginn an der Lösung eines Problems aus Ihrem Projektalltag. Mehr Informationen und Anmeldung: www.wirkungsmanager.de

Telekom startet nachhaltigen Smartphone-Kreislauf

Die Telekom startet am 20. November 2019 ihren ersten nachhaltigen Smartphone-Kreislauf. Rund 75 Prozent der CO2-Emissionen eines Smartphones entstehen bei der Herstellung. Ein Grund dafür ist, dass für die Produktion neuer Geräte wertvolle metallische Rohstoffe wie Gold, Silber oder Palladium benötigt werden, deren Abbau die Umwelt belastet. Zugleich lagern 124 Millionen Handys ungenutzt in deutschen Schubladen und verlieren an Wert. Durch die Wiederaufbereitung und das Recycling von Smartphones können kostbare Ressourcen eingespart werden. Schon die Verlängerung der Nutzungsdauer um ein Jahr kann den CO2-Fußabdruck um bis zu 31 Prozent senken. >> Weitere Infos

WWF und EDEKA weiten Projekt zum nachhaltigeren Orangenanbau aus

Das Landwirtschaftsprojekt von EDEKA und WWF zum nachhaltigeren konventionellen Zitrusfrüchteanbau schlägt Wurzeln. Jede 4. Orange, die bei EDEKA und Netto Marken-Discount bundesweit angeboten wird, stammt inzwischen aus dem spanischen Anbauprojekt. Dort zeigt sich, wie drängende Umweltprobleme im konventionellen Orangenanbau gelöst werden können. Im Fokus stehen natürliche Schädlingsbekämpfung statt Chemie, mehr Artenvielfalt und ein schonender Umgang mit den Wasserressourcen vor Ort. Weitere Informationen: www.edeka-verbund.de/projekt-zitrus

Chemieriese Lanxess sendet wichtiges Klimaschutzsignal an Chemiebranche und Politik

Die Entwicklungs- und Umweltorganisation Germanwatch bewertet die jüngst veröffentlichte Klimastrategie des Chemiekonzerns Lanxess als einen beispielgebenden Schritt. „Wir begrüßen die Klimastrategie von Lanxess”, sagt Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch. „Wenn das fünftgrößte Chemieunternehmen Deutschlands für alle Produktionsstandorte weltweit Klimaneutralität bis 2040 verspricht, ist das ein wichtiges Signal für die Klimatransformation an die gesamte Branche und die Politik.” >> Weitere Informationen (PDF)

Inkota-Netzwerk: Prüfer wie TÜV Rheinland schaffen keinen Schutz für Menschenrechte

Heute hat die Kampagne für Saubere Kleidung einen umfassenden Bericht über die Arbeit der Prüfbranche in der Textilindustrie vorgelegt. Demnach lassen sich die sogenannten Sozialaudits wie TÜV Rheinland, Bureau Veritas und RINA stark von den Interessen der Unternehmen leiten, die sie beauftragen, anstatt verlässliche Prüfungen vorzunehmen. Bei der Vorbeugung von Katastrophen wie dem Gebäudeeinsturz von Rana Plaza (2012), dem Fabrikfeuer von Ali Enterprises (2013) oder der Kesselexplosion in der Multifabs-Fabrik (2017) mit tausenden Toten und Verletzten haben die kommerziellen Prüforganisationen versagt. Weitere Informationen: Sozialaudits – Wie sie Unternehmen schützen und Arbeiter*innen im Stich lassen (November 2019)


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